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WEINEN – KOLIKEN – TRAGEN – VERWÖHNUNG?

Immer wieder höre ich, dass das Baby Koliken hat. Doch ist es wirklich so? Und hilft Tragen wirklich gegen Koliken?

Ich hole etwas weiter aus:
Stell dir vor, du weinst, weil du Hunger hast. Aus dem anfänglichen Hüngerchen wird Hunger und das Weinen wird bitterlicher. Du schnappst mittlerweile nach Luft und keiner kommt. Du weinst nun nicht nur, weil du Hunger hast, sondern das Weinen wird zum verzweifelten Hilferuf nach deiner Bezugsperson. Doch niemand kommt?! Das Weinen verstummt. Du gibst auf, denn deine verzweifelten Rufe bleiben unerhört.

Beim Schreien schlucken Babys Luft, das kann zu Koliken führen, was wiederum zu noch mehr Schreien führt. Ein Teufelskreis. Dann werden ganz viele Medikamente ausprobiert, die dann auf den kleinen Organismus eintreffen, die dann neben den sowieso schon gereizten Bauch auch noch verarbeitet werden müssen.

KOMMUNIZIEREN
Neben Mimik und Gestik, ist das Weinen ist Kommunikation der Babys. Weit vor dem akustischen Signalen, zeigt ein Baby bereits sein Anliegen.
Werden diese Zeichen nicht gedeutet, kommt das Schreien dazu.

Doch was ist mit den Aussagen wie: „Lass dein Baby auch mal schreien“ „Gewöhne es nicht an dich“ „spring doch nicht beim kleinsten Murks gleich auf“ „Schreien kräftigt die Lunge“ „das Baby kann auch mal lernen alleine zu sein“

❕Die klassische Verwöhn-Angst❕

Doch Fakt ist, du kannst ein Baby ❗NICHT❗ verwöhnen.
Das Grundbedürfnis eines jeden Babys ist:
❤HAUTKONTAKT
❤NAHRUNG
❤SCHLAF
❤ANREGUNG
Dies sind Instinkte und Reflexe, welche alle Babys rund um den Erdball gemeinsam haben. Diese haben sich seit Tausenden von Jahren nicht verändert.
Im Gegensatz zu unseren Bedürfnissen sind die Erwartungen und Bedürfnisse eines Babys nach der Geburt nicht erworben oder anerzogen.

Nun gehe ich auf die Situation Weinen und Tragen ein.
Es gibt eine Studie von Urs A. Hunziker, der sich mit dem Thema: „Der Einfluss des Tragens auf das Schreiverhalten des Säuglings“ beschäftigt hat. In dieser hat er Untersuchungen des Schreiverhaltens von getragenen und nicht getragenen Neugeborenen vorgenommen. In der Studie konnte belegt werden, dass Neugeborene, die früh getragen werden, deutlich weniger schreien, als Neugeborene, die nicht getragen wurden. Die Studie bezieht sich nicht auf die s.g. Schreikinder, sondern auf das Schreiverhalten „normaler“ Säuglinge.“ (Quelle:
https://pediatrics.aappublications.org/content/77/5/641)

„Zum Zeitpunkt des Spitzenschreiens (im Alter von 6 Wochen) weinten Säuglinge, die zusätzlich Tragehilfen erhielten, um 43% weniger… und um 51% weniger in den Abendstunden…“
(Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/3517799/)

Fazit:
Wenn du das Grundbedürfnis Nähe, mit dem Tragen kombinierst, kannst du zeitnah auf die Signale von deinem Baby eingehen. Die Schreispirale wird minimiert und zusätzlich verschluckte Luft durch das Weinen, verhindert die formal falschgedeuten Koliken.

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